Gesundheit und Krankheiten in Costa Rica



Impfschutz

Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet wird von allen Reisenden, die älter als 9 Monate sind, der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung im internationalen Impfpass gefordert. Der Impfschutz  wird 10 Tage nach der Gelbfieber-Impfung wirksam. Sollte die Gelbfieberimpfung nicht nachgewisen werden können, droht ein Einreiseverbot.

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt ausserdem einen Impfschutz gegen Tetanus, Hepatitis A sowie Diphtherie, bei längeren Aufenthalten (mehr als 4 Wochen) und/oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut. Die Standardimpfungen für Erwachsene und Kinder sollten auf dem aktuellsten Stand sein.

Dengue

In Costa Rica haben in der jüngeren Vergangenheit Dengue-Erkrankung stark zugenommen. 2007 kam es zu mehr als 25.000 Dengue-Erkrankungen, 7 davon mit tödlichem Ausgang. 2008 wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

Das Dengue-Fieber wird durch die tagaktive Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Vereinzelt treten im Krankheitsverlauf ernsthafte Gesundheitsschäden, auch mit Todesfolge auf. Das grösste Dengue-Risiko besteht an der zentralen und nördlichen Pazifikküste (vor allem um Puntarenas) und in der Region Limón. Ein geringeres Dengue-Risiko besteht aber in allen Regionen Costa Ricas. Das Gesundheitsministerium von Costa Rica startete eine umfassende Aufklärungskampagne, um die Bevölkerung mit möglichen Schutzmaßnahmen vertraut zu machen.

Malaria

2005 wurden in Cosat Rica 3.500 Malariainfektionen gemeldet, zum grössten Teil die weniger schwere Malaria tertiana (Plasmodium vivax). Im Jahr 2006 kam es allerdings zum ersten Mal seit 10 Jahren  in der Karibik-Provinz Limón zu 13 Fällen der gefährlichen Malaria tropica. Für die Übertragung von Malaria ist  nachtaktive Anopheles-Mücke verantwortlich. Bleibt Malaria (vor allem die in Bolivien allerdings seltene Malaria tropica) unbehandelt, kann sie bei nicht-immunen Europäern auch tödlich verlaufen. Malaria kann auch Wochen und Monate nach dem eigentlichen Mückenstich ausbrechen.  Daher sollte auch nach der Rückkehr aus Bolivien bei Fieber ein Arzt aufgesucht werden, dieser sollte auf den Aufenthalt im Malariagebiet hingewiesen werden.

In Costa Rica besteht ganzjährig ein Malaria-Risiko. Mittleres Malaria-Risiko herrscht in den Kantonen Matina, Los Chiles (Provinz Alajuela) sowie Talamanca (Provinz Limón), ein geringes Malaria-Risiko ibesteht in ländlichen Regionen der restlichen Landesteile, in den Höhenlagen und Städte kommt keine Malaria vor.

Je nach Reiseroute kann in seltenen Fällen eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) empfohlen werden. Für die Malariaprophylaxe sind unterschiedliche verschreibungspflichtige Medikamente auf dem Markt (beispielsweise Doxycycline, Malarone oder Lariam).  Ein erfahrener Tropen- oder Reisemediziner kann Sie zur Auswahl der Medikamente, deren Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen und die persönliche Anpassung beraten.

Mücken übertragen ausser Malaria weitere Infektionskrankheiten, als vorbeugender Schutz  auf Reisen in Bolivien wird empfohlen

  • helle, den ganzen Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen und Hemden). Dies sowohl am Tag (Dengue-Fieber) als auch in den Abendstunden (Malaria).
  • regelmässig auf allen freien Körperstellen Insektenschutzmittel aufzutragen
  • in den oben genannten Regionen ein Moskitonetz zu nutzen

HIV /AIDS

Das Risiko einer lebensgefährlichen Infizierung mit HIV/AIDS besteht immer bei sexuellen Kontakten sowie Drogengebrauch (beispielsweise unsaubere Kanülen oder Spritzen oder Kanülen). Eine Benutzung von Kondomen wird daher immer empfohlen, besonders bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Die meisten Durchfallerkarankungen lassen sich durch eine angemessene  Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene verhindern.

Beachten Sie auf Reisen in Costa Rica einige Grundregeln, wenn Sie Erkrankungen verhindern wollen: Trinken Sie nie Leitungswasser sondern beispielsweise Flaschenwasser. Falls kein Wasser aus Flaschen zur Verfügung steht, filtern und desinfizieren Sie Wasser oder kochen es ab.  Benutzen Sie  auch zum Zähneputzen oder Geschirrspülen Trinkwasser. Schälen, Kochen oder Desinfizieren Sie Nahrungsmittel. Sorgen Sie dafür, dass keine Fliegen an Ihre Verpflegung gelangen.  Die Hände sollten oft mit Seife gewaschen werden, immer nach dem Stuhlgang, vor der Essenszubereitung sowie vor dem Essen. Wenn es angebracht ist, desinfizieren Sie auch Ihre Hände, verwenden Sie Einmalhandtücher.

 

In der Hauptstadt San José ist die allgemeine ärztliche Versorgung gut, in ländlichen Gebieten kann es in der medizinischen (besonders notärzlichen) Versorgung jedoch zu Engpässen kommen. Die Notrufnummer in Costa Rica lautet 911.

Vor der Abreise nach Costa Rica sollten sie sich durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten lassen.

Bitte beachten Sie neben meinem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Remo Nemitz

 

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