Costa Rica - Reisen im Land



Flugzeug: Costa Ricas nationale Fluggesellschaften sind NatureAir und SANSA (die zur Grupo TACA gehört).
Beide Gesellschaften fliegen mit kleinen Flugzeugen (Maschinen für 14 bzw. 19 Personen).  Das Gepäckhöchstgewicht ist auf 12 kg begrenzt. NatureAir fliegt vom Tobias Bolanos Flughafen, 8 km westlich von San Jose, Sansa nutzt ein Terminal am internationalen Flughafen Juan Santamaria. Die Tickets sind begrenzt, buchen Sie also im Voraus. Die Flugpläne ändern sich ständig und oft kommt es aufgrund schlechtem Wetters zu Verzögerungen.

Alle Inlandsflüge starten und landen in San José. Orte, die von hier angeflogen werden, sind u.a. Golfito, Bahia Drake, Playa Nosara, Barra del Colorado, Liberia, Coto, Tambor Totuguero, Palmar Sur, Playa Samara, Quepos, Playa Tamarindo und Puerto Jiménez.
Buchungen für diese Flüge können nur in Costa Rica getätigt werden.
 
Schiff: Fähren im Golfo de Nicoya verbinden die zentrale Pazifikküste mit dem Süden der Nicoyahalbinsel. Die Strecke zwischen dem Hafen von Puntarenas und Playa Naranjo wird mehrmals täglich von Fähren befahren, ebenso die Route zwischen zwischen Puntarenas und Vaquero.
Auf den Golfo Dulce gibt es tägliche Fährverbindungen zwischen Golfito und Puerto Jimenez. Auf der anderen Seite der Península de Osa verbinden Wassertaxis Bahia Drake mit Sierpe.

An der karibischen Küste gibt Bus-und Boot-Services, die mehrmals täglich Cariari mit Tortuguero sowie Parismina und Siquirres verbinden. Boote befahren auch die Kanäle und Flüsse wie dem San Carlos, San Juan, Rio Frio, Sierpe, Sarapiqui und Grande de Térraba, ein regulärer Linienverkehr besteht jedoch nicht. Zwischen Puerto Viejo de Sarapiqui und Trinidad am Rio San Juan gibt es ein Wassertaxi. Der Fluss San Juan gehört zu Nicaragua, nehmen Sie also Ihren Reisepass mit.

Bus: lokale Busse sind zwar eine relativ langsame, jedoch auch preisgünstige Art, durch Costa Rica zu reisen.
San José ist das Transportzentrum für Costa Rica, es gibt hier jedoch keinen zentralen Busbahnhof, stattdessen sind verschieden grosse Busbahnhöfe über die ganze Stadt verstreut.
Normalerweise muss man die Bustickets nicht im Voraus kaufen. Ausnahmen sind die Tage vor und nach bedeutenden Feiertagen, vor allem Ostern, wenn die Busse absolut voll sind. Beachten Sie, dass keine Busse am Donnerstag, Freitag und Samstag vor dem Ostersonntag fahren. Es gibt in Costa Rica zwei Arten von Bussen: directo und colectivo. Jedoch besteht zwischen beiden kein gravierender Unterschied, ausser dass die colectivo-Busse noch langsamer als die directo-Busse sind.

Achten Sie während Zwischenstops auf Ihr Gepäck, dass es nicht an fremde Personen ausgehändigt wird. Behalten Sie auf Busreisen wichtige Dokumente immer bei sich. Gepäckdiebstähle im Bus kommen häufig vor.
Busfahrplänen werden in Costa Rica eher nicht eingehalten.

Lokale Busse (meist umgebaute Schulbusse aus den USA) fahren vor allem in San José, Puntarenas, San Isidro, Golfito und Puerto Limón, wo sie Städte und Vorstädte miteinander verbinden. Die meisten lokalen Busse sammeln ihre Fahrgäste entlang der Hauptverkehrsstraßen ein.

Auto: in Costa Rica gibt es etwa 36.000 km Straßen, nur etwa 6.500 km sind asphaltiert, hiervon gehören 653 km zur Route der Panamerikana.
Wenn Sie in Costa Rica ein Fahrzeug führen, wird normalerweise der nationale Führerschein für 90 Tage akzeptiert. Oft wird auch der internationale Führerschein anerkannt. Für Zeiträume länger als 90 Tage müssen Sie einen Costa Rica-Führerschein beantragen.

Benzin und Diesel sind überall im Land an den zahlreichen ganztägig geöffneten Tankstellen erhältlich. In abgelegenen Gebieten ist Kraftstoff oft teurer und kann auch aus Fässern verkauft werden. Ersatzteile sind manchmal schwer zu finden.

Auto mieten
Die meisten Mietunternehmen befinden sich in San José und in beliebten Touristenzielen an der Pazifikküste (Quepos, Tamarindo, Puerto Jimenez und Jaco). Ein Auto zu mieten ist nicht billig, speziell wenn es sich um Geländewagen handelt. Viele Mietagenturen bestehen bei längeren Reisen im Land auf einen Geländewagen, da die Fahrbedingungen vor allem in der Regenzeit schlecht sein können. Normale Fahrzeuge sind ausserhalb der Hauptverkehrsstrassen nicht sinnvoll.

Um in Ihrem Costa-Rica-Urlaub ein Auto zu mieten, benötigen Sie einen gültigen Führerschein, eine Kreditkarte und einen Reisepass. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre. Wenn Sie ein Auto reservieren, lassen Sie sich eine schriftliche Bestätigung geben. Prüfen Sie den Mietwagen vor der Übernahme auf kleinere Schäden und stellen Sie sicher, dass alle Schäden im Mietvertrag vermerkt sind.

Die Straßen in Costa Rica sind in keinem guten Zustand, kleinere Unfälle oder Schäden am Auto sind nicht ungewöhnlich. Ein umfassender Versicherungsschutz ist nicht zu teuer und lohnt sich. Die meisten Versicherungen kommen jedoch nicht für Schäden auf, die durch Überschwemmungen oder Flussdurchquerungen (in Costa Rica manchmal notwendig) entstanden sind.

Mietwagen in Costa Rica stehen im Fokus von Dieben, lassen Sie nie Wertsachen im geparkten Auto, leeren Sie nachts auch den Kofferraum. Parken Sie das Auto auf einem bewachten Parkplatz. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Hauptstrassen 88 km/h, innerorts 40 km/h.

Zwar haben alle großen internationalen Agenturen Filialen in Costa Rica, lokale Unternehmen bieten aber oft bessere Konditionen.

Taxis werden in entlegenen Regionen Costa Ricas als eine Form des öffentlichen Verkehrs angesehen. Für längere Fahrten werden keine Taxameter genutzt, einigen Sie sich also vor der Fahrt mit dem Fahrer über den Preis. Die Fahrpreise hängen von den Strassen- und Wetterbedingungen ab, der zustand der taxis schwankt zwischen sehr schlecht bis ziemlich bequem. In den meisten Orten gibt es mindestens ein lizensiertes Taxi, in einigen abgelegenen Dörfern muss man jedoch auch auf private Fahrer zurückgreifen.

Ein Taxi mit Fahrer zu mieten, kostet das Gleiche oder sogar weniger, als wenn Sie ein Auto bei einem Mietunternehmen mieten. Ausserdem können Sie sich so während der Fahrt auf die Aussicht und Sehenswürdigkeiten konzentrieren.

In San José haben die Taxis zwar Taxameter, aber viele Fahrer versuchen, diese nicht zu nutzen -  vor allem, wenn Sie kein Spanisch sprechen. Es ist jedoch nicht erlaubt ohne Taxameter zu fahren. Die normalen Taxis in San José sind rot, die orangefarbenen fahren nur zum Flughafen. Ausserhalb von San José haben die meisten Taxis keine Taxameter und die Fahrpreise sollten im Voraus vereinbart werden.

In einigen Städten gibt es colectivo taxis, in denen sich mehrere Fahrgäste den Preis teilen, in den ländlichen Regionen werden häufig Geländewagen als Taxis genutzt.

Fahrrad: Mountainbikes können manchmal in touristischen Regionen gemietet werden. Einige Reiseunternehmen organisieren auch Radtouren in Costa Rica.
Remo Nemitz

 

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