Isla de la Juventud (Kuba)



Isla de la Juventud

Die Insel der Jugend, dies bedeutet der Name der  Isla de la Juventud übersetzt. Früher wurde die Isla de la Juventud als Isla de Pinos, also als Kieferninsel, bezeichnet. Die kubanische Insel ist die siebentgrösste Insel der Karibik und die größte der kubanischen Nebeninseln. Politisch ist sie eine Besonderheit. Denn die Isla de la Juventud ist keine eigenständige Provinz Kubas, sondern ein Sonderverwaltungsgebiet.
In Nueava Gerona leben etwa 15.000 Menschen. Die Stadt ist die Hauptstadt der Isla de la Juventud und auch ein bedeutendes Zentrum für Kultur, Wirtschaft und Industrie. Sie ist gleichzeitig auch die größte Stadt von Isla de la Juventud.

Die Historie von Isla de la Juventud

Anhand von archäologischen Ausgrabungen konnte man feststellen, dass die erste Bevölkerungsgruppe auf Isla de la Juventud die Guanahatabey-Indianer gewesen sein müssen. Als Nomaden lebten diese in der Nähe der Küste und richteten sich in den dort liegenden Höhlen ihre Unterkünfte und Wohngelegenheiten ein. Im weiteren Verlauf der Geschichte kamen die Ciboney aus dem Gebiet des heutigen Venezuela hier an. Sie besiedelten Isla de la Juventud etwa seit dem 3. Jahrhundert nach Christus und teilten sich die Insel mit den Taino, die von Jamaika kamen.

Die Insel hieß vor dem Eintreffen von Christoph Columbus im Juni 1494 Siguanea. Diesen Namen hatten die hier lebenden Ureinwohner der Insel gegeben. Als Columbus auf seiner zweiten Expedition in die sogenannte Neue Welt hier vorbei kam, legte er an und gab der heutigen Isla de la Juventud den Namen La Evangelista. Das wunderschöne Archipel galt vom 16. bis zum 18. Jahrhundert als ein Rückzugsgebiet für Piraten. Berühmte Haudegen und Seeräuber wie Francis Drake, John Hawkins und Thomas Baskerville aber auch Henry Morgan, welche auf den Meeren Angst und Schrecken verbreiteten, reisten zur Isla de la Juventud um sich dort entweder zu verstecken oder aber einige ruhige Tage zu verbringen.
Damals nannte man die Insel auch The Parrot Island und sie galt als Vorlage für den berühmten Roman Die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson.

Die in der Folgezeit Isla de Pinos genannte Region wurde später zur Gefängnisinsel. José Marti saß hier im 19. Jahrhundert seine Gefängnisstrafe ab. Später folgten ihm von 1953 bis 1955 die Moncadistas um Fidel Castro.
Während der Zeit der Guerillakämpfe war die Insel wiederum ein beliebter „Parkplatz“ von Revolutionären. Diese verbannte man einfach auf die Isla de la Juventud. So wurde auch Armando Hart hier her gebracht. Die Ruinen der ehemaligen Gefängnisse kann man heute noch besichtigen. Hier fanden über 6.000 Gefangene Platz.

Isla de la Juventud

Wirtschaft auf Isla de la Juventud

Als die kubanische Revolution vorüber war, wurde die Landwirtschaft auf der Insel angekurbelt. Kuba wollte sich selber ernähren können und konkurrenzfähig für den Export von bestimmten Produkten werden. Um diese Entwicklung zu ermöglichen, kamen zahlreiche junge Leute auf die Isla de la Juventud. Die meisten von ihnen stammten aus Ländern der Dritten Welt.
Insgesamt erreichten mehrere Tausend Menschen die Insel, um hier in der Landwirtschaft Arbeit zu finden. Damals, um 1978, änderte man dann schließlich den Namen der Insel in die Jugendinsel. Dies liegt eben auch darin begründet, dass hier zahlreiche junge Menschen versuchten, sich ein besseres Leben zu schaffen.

Remo Nemitz

 

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