Villa Clara in Kuba



Villa Clara

In Zentralkuba befindet sich die Provinz Villa Clara. Hauptstadt der Provinz ist der Ort Santa Clara. Der touristische Fremdenverkehr ist in Villa Clara recht spärlich ausgeprägt, doch bildet dieser zusammen mit dem stärkeren wirtschaftlichen Standbein, dem Zuckerrohr, eine wichtige Einnahmequelle für Villa Clara.

Vor 1975 war die heutige eigenständige Provinz Villa Clara ein Teil der Provinz Las Villas, zu der auch die Städte Santa Clara und Sancti Spiritus gehörten.
Der Rio Sagua la Grande ist der größte Fluss der Provinz und mündet bei Villa Clara in den Atlantik.

Die Hauptstadt Santa Clara


Als Hauptstadt von Villa Clara nimmt Santa Clara die Verwaltungsposition ein. Hier leben mehr als 210.000 Menschen. Die Stadt erstreckt sich am Fuße des Escambray-Gebirges. Santa Clara ist auch ein Provinzzentrum für Wirtschaft und Landwirtschaft.

Villa Clara Kuba

Sehenswürdigkeiten in Villa Clara

Die Provinz ist, wie viele Regionen Kubas, reich an historischen Bauten und Denkmälern. Besonders sehenswert ist die Kirche in Santa Clara aus dem 19. Jahrhundert. Viele Revolutionsdenkmäler prägen die Stadtbilder. Auch die Hotels aus dem 19. Jahrhundert weisen die typische Architektur der damaligen Zeit auf und werden gut gepflegt, damit sie erhalten bleiben. Das Grabmal von Ernesto „Che“ Guevara, mit angeschlossenem Museum, befindet sich in Santa Clara und ist eines der beliebtesten Reiseziele von Touristen, die Kuba bereisen.
Viele der historischen Plätze und die beeindruckenden Bauten der Theatergebäude sind touristisch gut besuchte Orte.

Die Geschichte von Villa Clara

Die Kubanische Revolution richtete sich gegen das Regime von Batista. Damals wurde Villa Clara zu einem der wichtigsten Schauplätze. Denn am 29.Dezember im Jahr 1958 nahm der Argentinier Che Guevara mit seiner Guerillagruppe die Hauptstadt der Provinz ein. Die Gruppe um Che Guevara hatte zuvor einen gepanzerten Waffentransport stoppen und übernehmen können. Somit waren sie aussreichend mit Munition und Waffen versorgt.
Heute sagt man über die Einnahme der Stadt Santa Clara durch den Guerillakämpfer Che Guevara, dass dies eine seiner größten militärischen Leistungen war.
Über zwei Jahre kämpften die Guerillas in den Bergen gegen die von den Amerikanern unterstützen und auch zahlenmäßig überlegene Batista-Armee. Die Einnahme der Stadt Santa Clara war der Durchbruch zum Kampf in den ebenen Gebieten. Dadurch war für die Kämpfer nun auch der Weg zur Hauptstadt Havanna frei. Der Diktator Batista verließ am 1. Januar 1959 das Land.

Che Guevara
setzte sich später ebenfalls ab, wurde lange nicht mehr gesehen und galt eine Zeitlang als verschollen. Er kämpfte im Kongo und Bolivien, wo er umkam. Seine sterblichen Überreste wurden nach Kuba zurückgebracht. Er wurde im Jahr 1997 in einem für ihn angelegten Mausoleum beigesetzt und ruht nun an der Städte seines größten militärischen Triumphes. Hier kann man nun seine Ruhestätte besuchen. Viele Menschen sind heute noch begeistert von ihm und verehren sein Tun und Handeln. Che Guevara gilt noch heute als einer der absoluten Helden Kubas. Und so ist es wenig verwunderlich, dass sein Grab bzw. seine Grabstätte eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes ist.

Remo Nemitz

 

Transamerika - genaue Informationen für alle Länder in Amerika